Alexander Zakrzewski und Wilhelm Haas im bundesweiten ARD-Morgenfernsehen


Die Lokalsportredaktionen der Stuttgarter Zeitung tun konsequent so, als existere unser Verein überhaupt nicht. Doch das gemeinsame Morgenmagazin von ARD und ZDF würdigt uns mit 80 Sekunden bundesweiter Sendezeit und mit einer Überschrift: „Die Stuttgarter Schachfreunde - Schach in Deutschland”.

Wie kam es dazu?

Wir zitieren aus dem SVW-Newsletter Dezember (Seite 27):

Stuttgart 30.11.2016.    Von Claus Seyfried.    Am Vortag mussten meine wenigen übrig gebliebenen Arbeitskollegen und ich mit allen Computern, Monitoren und Kabeln vom Büro im Industriegebiet Stuttgart-Vaihingens in ein anderes Büro derselben Firma im Königsbau direkt am Stuttgarter Schlossplatz umziehen. Das hört sich im ersten Augenblick toll an, doch der Haken ist, dass das Auto zuhause oder auf einem P+R-Parkplatz bleiben muss. Solcher Art der bisherigen Mobilität und der kostenfreien Tiefgarage nachtrauernd, weckt mich um 5 nach 12 das Klingeln des Mobiltelefons. Am Apparat eine Moderatorin des SWR mit der Frage: „Jetzt ist ja gerade die Schach-WM. Schauen da die Schachspieler in den Vereinen gemeinsam zu?”. Au weia. Da heißt es kurz durchatmen und ohne zu Stottern eine positive Antwort finden. Keinesfalls die Spielzeiten in New York zum europäischen späten Abend oder das fehlende WLAN in den Vereinsräumen thematisieren. Natürlich schauen wir da zu, und einmal in der Woche am Dienstag analysieren wir gemeinsam die interessantesten Momente der WM-Partien! Zumindest könnten wir das theoretisch. Daraufhin entschloss sich die nette Dame vom Südwestfunk ein Aufnahmeteam für denselben Abend zu beschaffen. Um 14:00 Uhr ein erneuter Anruf mit der Botschaft: „Ja, wir kommen heute um 18:30 Uhr!”. Wow.

Nun eilig ein Mail an die wichtigsten Vereinskollegen schicken mit etwa folgendem Wortlaut: „Hallo Leute, morgen früh im Morgen-Magazin kommt etwas von einem Schachverein. Das Rohmaterial dafür wird heute Abend ab 18:30 Uhr bei uns im Bürgerzentrum West aufgenommen. Ok, Ihr habt es erraten, es geht um unseren Verein! Lasst uns was draus machen, und vor allem, lasst mich nicht allein!”. Danach blieb nur die spannende Frage welche 80 Sekunden die Moderatorin aus zwei Stunden Filmmaterial herausschneiden würde. Angesichts der Tatsache, dass unsere Leute keiner einzigen Regieanweisung der Fernsehleute folgten, sei es aus Sturheit, sei es aus Unverständnis, war ich froh, dass die Moderatorin dennoch wohl in etwa einen Beitrag schneiden konnte, der hoffentlich halbwegs ihren Vorstellungen entsprach.

            




Claus Seyfried