"Irgendeine Mannschaft !!??"


Feuerbach berichtet so:

".... . Die zweite Mannschaft verlor derweil mal wieder 3,5:4,5 gegen irgendeine Mannschaft der Stuttgarter Schachfreunde (leider kann ich mit meinem fortgeschrittenen Alzheimer nur noch bis ca. "drei" zählen ...) ...."

Harald, man liest Dich !           ( ... und das ist doch das Wichtigste für einen Schriftsteller, oder ?)

Sorry, diesen kleinen Einwurf musste ich mir einfach gestatten, nachdem ich den Feuerbacher Text gelesen hatte. Ich lese sehr gerne auf den Seiten befreundeter Schachvereine, und insbesondere die Bewertungen von Harald Keilhack sind immer sehr interessant. Inzwischen haben wir aber noch einen Text von Reinhard Romer zum Wettkampfverlauf.

20.12.2012     Claus Seyfried



Knapper, aber klarer Sieg gegen Feuerbach II

Obwohl der Sieg sehr knapp war, denke ich dass unsere Gewinnpartien doch recht eindeutig waren. Olaf Eißmann verzichtete als Schwarzer auf die Rochade, sodass die H-linie für einen Turmeinschlag auf h7 oder h6 offen stand. Das geschah schließlich auch und führte zur sofortigen Aufgabe seines Gegners. Moritz Haak hatte mit Weiß schnell zwei Bauern mehr. Es dauert jedoch lange bis zur Aufgabe seines Gegners. Raimund Bausch erreichte früh eine Gewinnstellung, aber sein Gegner versuchte noch lange einen halben Punkt für seine Mannschaft zu retten. Meine Partie war relativ unspektakulär. Ich konnte nach dem Abtausch von Figuren und Bauern in der Brettmitte gegen einen Isolani spielen und dazu noch relativ ungehindert am K√∂nigsflügel angreifen. Da mein Gegner die Qualität nicht geben wollte, öffnete er die G-Linie, was zum baldigem Matt führte. Das Remis von Evgeny Zaytsev war ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern.

Raimund Bausch hat mir inzwischen noch die folgende Detaillierung nachgereicht: "Meine Partie mit Weiß gegen Jan Rosenbaum an Brett drei endete zwar als Letzte, verlief aber recht früh in für uns erfreulichen Bahnen. Bereits im zehnten Zug unterschätzte Schwarz bei seinem Bauernangriff am Damenflügel die Wirkung meines katalanischen Läufers. Daraus entstanden dann binnen fünf Zügen zwei Freibauern auf der A- und B-Linie bei einem Bauern mehr. Gegen diese Dominanz fand Schwarz kein wirkungsvolles Gegenspiel und reichte mir nach 43 Zügen und 4½ Stunden in aussichtsloser Stellung die Hand".


25.12.2012     Reinhard Romer