Bebenhausen - Stuttgarter SF 3-5


Unsere Hoffnungen vor dem Kampf erfüllten sich. Da es für unsere Gegner um nichts mehr ging, fehlten gleich drei Wackelkandidaten im vorderen Mittelfeld der Truppe. So wanderte zwar die Vorbereitung in den Müll, aber zum Ausgleich waren ihre letzten beiden Bretter doch deutlich schwächer als die fehlenden Stammspieler. Ensprechend gelang es uns auch hinten mit 3.5/4 die Grundlage für den Sieg zu legen, wobei nur Dieter Migl Probleme hatte. Die anderen drei Partien wurden alle taktisch vor der ersten Zeitkontrolle entschieden. An ersten Brett spielte Petar wieder gewohnt zuverlässig und als sein Gegner in schon schlechteren Stellung Material einstellte war die Partie entschieden. Dieter Mohrlok an vier kämpfte erfolgreich gegen einen weißen Minimalvorteil an. Nur Andreas und Branimir hatten vorne Probleme. Branimir kam gegen den Isolani von Rudi Bräuning stark unter Druck, sodaß ihm auch dessen notorische Zeitnot für uns nichts mehr retten konnte. Andreas bekam zuerst gegen einen Tschigorin eine gute Stellung, übersah dann allerdings einen Bauernvorstoß, den er nicht nehmen konnte. Danach bekam sein Gegner seine Wunschstellung mit blockierenden Springern gegen das weiße Läuferpaar. Trotzdem bekam Andreas in beiderseitiger Zeitnot noch einmal die Chance sogar zu gewinnen und dies mit Läufer- und doppeltem Turmopfer. Er selbst sah es, konnte es aber nicht zu Ende rechnen und ließ die Chance verstreichen, was den Ausgang der Partie entschied.
Vor dem wohl entscheidenden Aufeinandertreffen mit HP können nun Andreas Strunski und Gerd Lorscheid in Cappelle und Andreas Reuss bei der Deutschen Meisterschaft in Bad Wörrishofen Praxis sammeln. Der Druck auf die Schachfreunde wird größer sein, da bei nur einem Brettpunkt Rückstand HP die einfacheren Restpaarungen hat.