Arge Personalnot in der letzten Runde


Nur noch eine Rumpftruppe konnten wir für die letzte Runde zum Auswärtsspiel in Pfullingen aufbieten. Ein paar Tage vor dem Wettkampf füchtete ich schon, dass wir nur vier Leute zusammen bekommen. Dann gelang es noch Oskar Mock zu überreden auf seine Hilfeleistungen (Schlüsseldienst, Spielmaterial und Getränke bereitstellen) beim Heimspiel der Ersten im BZW zu verzichten und stattdessen lieber selbst in Pfullingen zu spielen. Außerdem war zu meiner Erleichterung wieder Hartmut Schmid dabei, der in dieser Saison schlimme Schicksalsschläge zu verkraften hatte. Mehr als sechs wurden es aber nicht, wie man es auch drehte und wendete.

So ist es leider keine Überraschung, wenn wir nun auf der Biberacher Seite Worte wie diese zu lesen bekommen:

.... wobei insbesondere das Spiel in Pfullingen ein Gschmäckle hinterläßt ....

.... als Stuttgart II in Pfullingen zwei Bretter kampflos abgab, die ersten vier Spitzenspieler zu Hause lieƟ, nur drei Stammkräfte einsetzte und sang- und klanglos unterging ....

.... Angesichts der Tatsache, daß Stuttgart II nach einer Schiedsrichterentscheidung und der entsprechenden Schiedsgerichtsentscheidung im letzten Jahr nicht gut auf die TG Biberach zu sprechen war, und entsprechender Gerüchte aus Kreisen der Bebenhausener zum Stuttgarter Mannschaftskampf ist also ganz sicher ein Schelm, wer Böses dabei denkt ....
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So so. Dem Biberacher Berichterstatter sei gesagt, dass das ein großer Unsinn ist! Denn wir gewinnen sehr viel lieber als dass wir verlieren. Und wer von unseren Siegen eventuell profitieren könnte, ist uns dabei vollkommen egal. Mit einer etwas geringeren Niederlage wären wir in der Abschlusstabelle endlich mal vor Schwäbisch Gmünd gelandet, und mit einem Sieg hätten wir in der oberen Tabellenhälfte landen können! Darüber hätten wir uns gefreut. Und noch etwas: Wir hätten selbst dann keine andere Mannschaft aufbieten können, wenn wir selbst auf dem vorletzten Platz gelegen und den Sieg unbedingt zum Klassenerhalt gebraucht hätten!

Etliche, die gefehlt hatten, hatten sich für dieses Match - schon lange bevor wir gesichert waren - bei mir abgemeldet. Zum Urlaub in Florida, zur Parisreise mit Frau und Kind, zur Familienfeier etc.. Einer unserer Spieler geht im April nicht vor die Tür, weil er von den Pollen zu arg geplagt wird, ein weiterer - der während der Woche von seinem Stuttgarter Arbeitgeber zur Tochtergesellschaft nach Irland geschickt wird und deshalb seiner Ehefrau nicht noch ein Schachspiel am Sonntag zumuten möchte - hatte nur ein einziges Mal gespielt, als nämlich die Ehefrau selbst Sonntagsdienst hatte. Darüber hinaus sind einige nicht mehr spielberechtigt, weil sie sich in der 2. Bundesliga schon festgespielt hatten, oder weil sie ihre 3 erlaubten Einsätze in der Oberliga schon hinter sich hatten. Zudem musste noch ein Spieler an die Erste abgegeben werden, weil dort ein freies Brett 200 € kostet. So musste zusätzlich auch noch auf Robert Gabriel verzichtet werden, weil bei den anderen aus dem 16-er Aufgebot zur 2. Bundesliga nichts zu machen war. Übrigens waren wie immer die beiden Gabriels neben Axel Naumann die zuverlässigsten Spieler unseres Oberliga-Aufgebotes. Robert meldet seine Zusage sogar bevor ich überhaupt anfrage. Sehr schade war das Match für Axel Naumann, der bei diesen Ausfällen gezielt um Brett 1 gebeten hatte, seinen Gegner schnell an die Wand spielte, um mit einem dummen Blackout seine Stellung von +6 nach -8 zu verderben. Axel Naumann hat nicht verloren um Biberach zu ärgern! Die Biberacher hätten auch nicht bis 16 Uhr warten müssen, um von unserem Desaster zu erfahren. Denn um 14 Uhr hatte ich schon alle Ergebnisse bis auf eines über mein Samsung eingegeben. Nur Hartmut Schmid versuchte zu diesem Zeitpunkt noch sein Turmendspiel zu gewinnen.

Nun sind die Biberacher verständlicher Weise geschockt, dass es sie ausgerechnet in der Saison erwischt, in der sie Ulm (!!) und Schmiden schlagen! Das zeigt, dass in der abgelaufenen Saison die 8 Teams auf den Plätzen 2 - 9 enorm nah beieinander waren, und wäre Ulrich Zimmermann früher zu Bebenhausen 2 gestoßen, so hätten sogar diese eine reelle Chance gehabt!



27.04.2013       Claus Seyfried     (über das Match vom 14.04.2013:   SF Pfullingen - SSF 2   6½ - 1½)